{"id":657,"date":"2012-05-23T21:41:20","date_gmt":"2012-05-23T19:41:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ms-sydney.ch\/?p=657"},"modified":"2018-07-31T17:57:49","modified_gmt":"2018-07-31T15:57:49","slug":"juli-2007","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/?p=657","title":{"rendered":"Juli 2007"},"content":{"rendered":"<p><strong>Woche 1<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC01956.jpg\" rel=\"prettyPhoto[1]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1255\" title=\"MS Sydney in V\u00e4nersborg\" src=\"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC01956-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Am Sonntag lagen doch bereits \u00fcber 60 km auf dem Programm. Nachdem wir mittels Stromgenerator, der Hafen hatte keine Stromanschl\u00fcsse, war daf\u00fcr auch kostenlos, unseren Morgenkaffee genossen hatten sind wir bereits um 9.00 Uhr losgefahren. Auch hat sich in der Zwischenzeit die Front des schlechten Wetters und meiner Regenwetter-Stimmung (wollte ich doch am liebsten mit Stefan nach Hause fahren) verabschiedet. Je weiter wir von der Westk\u00fcste Schweden wegkamen, um so sch\u00f6ner wurde die Gegend.<\/p>\n<p>Vorbei an immer nat\u00fcrlichen W\u00e4ldern, vereinzelten kleinen D\u00f6rfchen oder aber auch nur Weekendh\u00e4usern fuhren wir durch den Trollh\u00e4tte Kanal. Beim passieren der Schleusen zeigte sich Erich bereis von seiner besten Seite. Er hat die Sydney mittels Schleusenhaken so gut man\u00f6vriert, wie er nie etwas anderes gemacht h\u00e4tte. Am Abend haben wir im wirklich ruhigen Hafen Dalbergs\u00e5 festgemacht und noch lange mit Schweizern (Andi &amp; Ir\u00e8ne) geplaudert, welche seit Mai 2006 unterwegs sind.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC02000.jpg\" rel=\"prettyPhoto[1]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1258\" title=\"Fischladen in Spiken\" src=\"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC02000-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Nun galt&#8217;s ernst. Wir durchquerten einen Teil des V\u00e4nernsees, welcher elfmal so gross ist wie der Bodensee, und fuhren in das h\u00fcbsche Fischerdorf Spiken. Als wir bei unserer Wanderung von \u00fcber 2 Stunden durch den wunderbaren, schwedischen Wald Radfahrer nach dem Weg fragen wollten, staunten wir nicht schlecht, als wir auf &#8222;schwyzert\u00fctsch&#8220; Antwort bekamen. Ein Paar aus Bern mit dem Camper unterwegs war auf dem Weg um ger\u00e4ucherten Fisch zu kaufen. Darauf konnten wir nat\u00fcrlich auch nicht verzichten. Es hat vorz\u00fcglich geschmeckt.<\/p>\n<p>Trotz Regen sind wir am Dienstag Morgen als Erste ausgelaufen. Durch die Sch\u00e4ren hinaus auf den offenen See. Da wurde uns schnell bewusst, warum wir die Ersten, resp. die Einzigen waren, welche ausgelaufen sind. Riesenwellen, diesmal zum Gl\u00fcck von vorn, haben uns den ganzen Weg nach Mariestad begleitet. An diesem Tag hat es wirklich nur einmal geregnet. Sogar als wir abends zum Nachtessen ausw\u00e4rts gingen, konnten wir nicht auf unsere Regenjacken verzichten. Den n\u00e4chsten Tag konnten wir etwas sp\u00e4ter abfahren, weil wir ja nur rund 20 Kilometer nach Sj\u00f6torp, den Anfangsort des G\u00f6takanals fahren wollten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC02046.jpg\" rel=\"prettyPhoto[1]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1260\" title=\"Schleusenpersonal im G\u00f6takanal\" src=\"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC02046-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Unsere Routenplanung passte genau. Wir wollten bis Donnerstag nach T\u00f6reboda kommen. Kurz vor 9.00 Uhr standen wir vor der ersten von an diesem Tag total 16 Schleusen. Trotz 2-maliger gr\u00f6sserer Wartezeit infolge Gegenverkehr sind wir termingerecht an unserem Zielort angekommen, dies obwohl es uns nicht immer leicht gefallen ist, uns nur aufs Schleusen zu konzentrieren. (Siehe Bild :-)) Nach anf\u00e4nglichem \u00c4rger ohne Strom liegen zu m\u00fcssen, haben wir doch einen tollen Platz im Hafen gefunden.<\/p>\n<p>Am Donnerstag gegen Abend habe ich noch Christine und Erich auf dem Bahnhof verabschiedet. Sie reisten \u00fcber G\u00f6teborg wieder nach Hause, da ihre Ferien auch schon wieder vor\u00fcber sind. Anschliessend habe ich die Zeit genutzt, um das Schiff wieder auf Vordermann zu bringen und die Homepage nachzuf\u00fchren. Da sich in der Zwischenzeit auch die per Sonntag angemeldete Crew wieder abgemeldet hat, habe ich das Schiff wieder f\u00fcr mich alleine eingerichtet. Die Fahrr\u00e4der konnten wieder richtig verstaut und die Schiffsb\u00fccher griffbereit ausgebreitet werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC02100.jpg\" rel=\"prettyPhoto[1]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1262\" title=\"W\u00e4schetag auf der MS Sydney im G\u00f6takanal\" src=\"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC02100-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Da ich aber doch endlich auch wieder mal W\u00e4sche machen sollte und der Hafen \u00fcber Waschmaschinen verf\u00fcgt, habe ich am Freitag einen Ruhetag eingelegt, W\u00e4sche gewaschen, den n\u00f6tigen Lebensmitteleinkauf erledigt und mit dem Fahrrad das D\u00f6rfchen und die n\u00e4here Umgebung nach Gas mit Euroverschluss, leider erfolglos, abgesucht. In Schweden ist es gem\u00e4ss erhaltenen Ausk\u00fcnften ein Problem, zu unseren Anschl\u00fcssen passende Gasflaschen zu erhalten.<\/p>\n<p>Eigentlich wollte ich ja endlich mal Ferien machen. Aber das Wetter lud noch immer nicht dazu ein. Also beschloss ich mich, bereits am Samstag weiterzufahren. Tagesziel war Karlsborg. Als ich bei bedecktem, aber windstillem Wetter, in Karlsborg eingelaufen bin, machte es f\u00fcr mich eher einen verschlafenen Eindruck. Zur \u00dcberquerung des V\u00e4tternsees wird bei schlechtem Wetter gewarnt, da scheinbar sehr schnell grosse Wellen m\u00f6glich seien. Da es heute windstill war, beschloss ich mich diese rund 40 Km anzuh\u00e4ngen. Es blieb Windstill, aber der &#8222;Herbst&#8220;-Nebel erlaubte zwischenzeitig eine Sicht von unter 200 Metern. GPS sei Dank. Ich landete zielgerecht in Motalas wirklich tollem Hafen mit Strom, Duschen, &#8230;.<\/p>\n<p>Diese Route m\u00f6chte ich doch etwas ausf\u00fchrlicher beschreiben. Neben 10 Br\u00fccken, welche ausschliesslich f\u00fcr mich ge\u00f6ffnet werden mussten, passierte ich noch 2 Schleusen. Die Strecke verlief anfangs noch wie gewohnt, aber schon sehr bald wurde der Kanal und die Fahrrinne des Sees Viken teilweise so schmal, dass eine Begegnung mit einem anderen Schiff eine echte Herausforderung wurde. Die angrenzende Landschaft erinnerte mich an unsere Bergw\u00e4lder im Engadin und die vielen Inseln an die Filme von Inga Lindstr\u00f6m. Eine geniale Strecke.<\/p>\n<p><strong>Woche 2<\/strong><br \/>\nAm Sonntag hat es den ganzen Tag ununterbrochen wie aus Eimern gegossen. Eigentlich wollte ich ja auf Grund der vorhandenen Hafenanlage (Duschen sogar mit Musik) ein paar Tage hier verweilen. Aber als ich Montag fr\u00fch wegen des noch immer andauernden Regens erwacht bin, habe ich mich entschlossen, weiter zu fahren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC02195.jpg\" rel=\"prettyPhoto[1]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1264\" title=\"Schleusentreppe von Berg\" src=\"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC02195-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Am Abend lag ich in einem ruhigen Hafen bei Berg, zwischen zwei Schleusentreppen. Es ist ein wahres Schauspiel, den Schleusenschiffern zuzuschauen. Ich habe heute mehrmals Lob erhalten, wie ich doch alleine mein Schiff festmache und sofort den lieben Seglerfreunden helfe. M\u00f6chte ja gerne weiterkommen und endlich der Sonne begegnen :-). Da gibt es doch tats\u00e4chlich Schiffe mit 6 Mann \/ Frau Besatzung, welche ihr Schiff nicht gerade in die Schleuse fahren, resp. halten k\u00f6nnen. Waren diesmal aber keine Mietboote wie letztes Jahr in Frankreich.<\/p>\n<p>Schlecht geschlafen stand ich fr\u00fch auf. Heute wollte ich ja die grosse Schleusentreppe Carl Johan \u00fcberwinden. In der Hoffnung, der Ersteinfahrende zu sein, um nicht wieder die hohe gelegenen Festmacherringe nehmen zu m\u00fcssen, marschierte ich zur Schleuse um die Situation nochmals zu begutachten. Anstelle 09.00 Uhr wurde heute bereits um 08.10 Uhr geschleust. Also los, schnell zur\u00fcck zum Schiff. F\u00fcr Fr\u00fchst\u00fcck reichte es nicht mehr. Fazit &#8211; ich konnte alleine schleusen und auch die anschliessende Fahrt \u00fcber den See Roxen genoss ich endlich wieder bei Sonne in aller Ruhe. Sie f\u00fchrte mich nach Norsholm wo ich am Nachmittag einen Sommertag, mit anschliessendem Nachtessen auf der Terrasse, geniessen konnte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC02273.jpg\" rel=\"prettyPhoto[1]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1265\" title=\"MS Sydney im Hafen von S\u00f6derk\u00f6ping\" src=\"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC02273-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Da es gestern Nacht noch etwas geregnet hat, war ich echt erstaunt, dass heute morgen beim Aufstehen der Himmel wolkenfrei war. Zusammen mit einem anderen Motorboot meisterte ich die Schleusen bis S\u00f6derk\u00f6ping. Vorbei an riesigen Bauernsiedlungen genoss ich die Fahrt endlich wieder mal in kurzen Hosen. Auch das abendliche Gewitter mit Hagel, welches aber nach einer halben Stunde der Sonne wieder Platz machte, konnte den tollen Tag nicht vermiesen.<\/p>\n<p>Nachdem es am Morgen wieder einmal geregnet hatte, war ich echt froh, dass ich noch etwas durch einen Baumarkt bummeln und anschliessend, bereits bei sonnigem Wetter, noch auf den nahe gelegenen Aussichtspunkt steigen konnte. Die Aussicht hat sich gelohnt. Auch war im Schleusenbereich einiges los heute. Bereits um 10.30 Uhr ist die Schleuse ausgestiegen und konnte erst gegen 17.00 Uhr wieder in Betrieb genommen werden. Da ich ja sowieso einen Tag hier bleiben wollte, spielte es f\u00fcr mich keine Rolle.<\/p>\n<p>Heute, Freitag der Dreizehnte, wollte ich den G\u00f6takanal verlassen und wieder bestimmen k\u00f6nnen, wann gefahren wird. Im Kanal ist es nur m\u00f6glich zu fahren, wenn auch die Schleusen, resp. Br\u00fccken bedient sind. Mit der 9.00 Uhr Schleuse habe ich S\u00f6derk\u00f6ping verlassen und bereits um 10.00 Uhr tuckerte die Sydney wieder im Salzwasser durch die Sch\u00e4reninseln. Anfangs bei herrlichem Sommerwetter und kurz darauf bei Gewitterregen. Die Sonne konnte sich aber diesmal durchsetzen und verw\u00f6hnte mich bis in den sp\u00e4ten Abend. Eine Durchfahrt durch den G\u00f6takanal kann ich jedermann nur empfehlen. Einfach etwas besseres Wetter w\u00fcrde ich das n\u00e4chste Mal mitnehmen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC02299.jpg\" rel=\"prettyPhoto[1]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1266\" title=\"MS Sydney unterwegs in den Ost-Sch\u00e4ren\" src=\"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC02299-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Bereits um 6.30 Uhr bin ich am Samstag aufgestanden. Wollte ich doch keinesfalls diesen Sonnentag verschlafen. Um 7.30 Uhr, nachdem ich noch Wasser gebunkert habe, bin ich bereits losgefahren. Ein halbe Stunde sp\u00e4ter hiess es: &#8222;Dach und T-Shirt runter&#8220;. Die Sonne brannte bereits beachtlich und ich genoss die morgendliche Ruhe auf der Fahrt, vorbei an hunderten von kleinen Inseln, nach Trosa. Hier war buchst\u00e4blich der Teufel los. Boote rein und raus, wie im Bienenhaus. Daran Schuld war sicherlich das Wetter, aber auch dass es Wochenende ist.<\/p>\n<p>Man wird&#8217;s nicht glauben. Bei wunderbarem Wetter bin ich aufgewacht. Schnell Morgendusche, Kaffee und schon ging&#8217;s los. Aber wie bereits daran gew\u00f6hnt, eine Stunde sp\u00e4ter wechselte ich den F\u00fchrerstand, weil der Regen quer und mit starkem Wind niederprasselte. Ich braute mir einen Soup-Drink und genoss meine Sydney. Zum Gl\u00fcck kurvte ich durch die Sch\u00e4reninseln, welche wenigstens die Wellen zu meinen Gunsten einschr\u00e4nkten. Jedoch begr\u00fcsste mich die Sonne in S\u00f6dert\u00e4lje, einem ideal gelegenen St\u00e4dtchen mit Einkaufsstrasse und Bahnhof.<\/p>\n<p><strong>Woche 3<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC02405.jpg\" rel=\"prettyPhoto[1]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1267\" title=\"MS Sydney - Einfahrt in Stockholm\" src=\"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC02405-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Heute Montag stand Stockholm als Tagesziel auf dem Programm. Als n\u00f6rdlichster Hafen meiner Reise doch ein spezielles Ereignis. Eigentlich fing der Tag ja super an. Tolles Wetter, gut geschlafen und reichlich gefr\u00fchst\u00fcckt machte ich mich um 8.30 Uhr auf die Fahrt. Hiess es doch gerade am Anfang eine Schleuse zu bew\u00e4ltigen und in den S\u00f6dert\u00e4lje-Kanal einzufahren. Nach kurzer Zeit merkte man bereits, dass die Dichte der Ferienh\u00e4user bedeutend zunahm und Stockholm auch hier seine Spuren hinterl\u00e4sst. Vorbei an hunderten dieser Schmuckst\u00fccke fuhr ich durch eine enge Einfahrt und Schleuse in Stockholm ein. Das Schleusen sollte den Schweden noch jemand beibringen. Die fahren doch tats\u00e4chlich vorw\u00e4rts (wie wir ja alle) in die Schleuse rein, probieren eine Leine festzumachen, obwohl ausreichend Halteseile vorhanden sind, und in ihrem Seilgewirr steht das Schiff auf einmal in die entgegengesetzte Richtung. Uebrigens, kein Einzelfall :-).<\/p>\n<p>Den Dienstag habe ich zur Erkundung von Stockholm eingesetzt. Gleichzeitig wollte ich noch Bahnbillette kaufen f\u00fcr meinen Landausflug nach J\u00e4rvs\u00f6. Mit dem Fahrrad schnell zum Bahnhof und nach professioneller Auskunft der Infoabteilung gings zum Billettschalter. Hier musste zuerst eine Nummer gezogen werden. Der Automat kann leider nur schwedisch. Mit der Nummer B008 aufgerufen, bekomme ich am Schalter 12 die Auskunft, dass J\u00e4rvs\u00f6 Innland sei und ich an einen anderen Schalter m\u00fcsse. Der selbe Nummernautomat kann noch immer nur schwedisch, aber diesmal dr\u00fccke ich die andere Taste. Mit der neuen Nummer A217 wurde ich knapp eine Minute sp\u00e4ter wieder an den Schalter 12 gerufen. Welch Wunder, dasselbe Fr\u00e4ulein kann auf einmal auch Inlandbillette verkaufen. Welche erfreuliche, schnelle Entwicklung :-).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC02465.jpg\" rel=\"prettyPhoto[1]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1268\" title=\"Erwin Jahns Paradies in J\u00e4rvs\u00f6\" src=\"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC02465-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Damit ich den Bus, respektive den Zug nach J\u00e4rvs\u00f6 nicht verpasste, bin ich bereits um 4.30 Uhr aufgestanden. Bei sch\u00f6nstem Wetter bin ich die dreieinhalb Stunden mit dem Zug, die letzte Etappe infolge Bauarbeiten sogar mit dem Bus, durch schwedisches Hinterland gereist. Ueberall prachtvolle Seen und W\u00e4lder. Am Bahnhof stand bereits mein Freund Erwin, welcher doch \u00fcber 5 Jahre mein Chef gewesen war. Nach einem kurzen Abstecher auf einen Aussichtspunkt, welcher im Winter mit 300 M.\u00fc.M sogar zum Skifahren genutzt wird, hat er mir seine neue Heimat gezeigt.<\/p>\n<p>Nach pr\u00e4chtigem Mittagessen mit selbst gefundenen Pilzen schipperten wir mit dem Fischerfloss, trotz Windb\u00f6en um eine kleine Insel auf dem vor dem Hause liegenden See. Auch konnten wir die gemeinsam erlebten Arbeitsepisoden nochmals Revue passieren lassen. War wirklich ein gelungener Tag. Alleine die R\u00fcckreise l\u00e4sst uns diesen Tag nicht vergessen. Auf dem Bahnhof, neben einem wartenden Bus stehend, ert\u00f6nte die Ansage der schwedischen Beamtin. Da kommt dein Zug, sagte Erwin und wir verabschiedeten uns. Der Zug der einfuhr, war ein mit Stahl beladener G\u00fcterzug. Er blieb auf einem Nebengeleise stehen. F\u00fcr uns das Zeichen, dass jetzt dann auch gleich mein Zug kommen musste. Leider kam kein Zug. Es w\u00e4re, entgegen der Tickets, der Bus gewesen.<\/p>\n<p>Obwohl Erwin schon wieder zu Hause war, versuchten wir, aufgrund der strengen Verkehrskontrollen unter Einhaltung der H\u00f6chstgeschwindigkeit, den Bus, resp. den anschliessenden Zug noch einzuholen. Leider vergebens. Die ersten 100 Km fuhr mich noch Erwin in Richtung Stockholm, die restlichen 250 Km kosteten mich mit dem Taxi SEK 2&#8217;200.&#8211;. Der n\u00e4chste Zug nach Stockholm w\u00e4re erst am n\u00e4chsten Morgen gefahren. Logo, wer f\u00e4hrt auch abends noch in eine solch kleine Stadt wie Stockholm. Erwin &amp; Christa, vielen Dank.<\/p>\n<p>Nach dem gestrigen Reisetage wollte ich mir etwas Ruhe g\u00f6nnen und wieder einmal etwas Hausarbeit machen. Waschen war wieder mal angesagt. Auch f\u00fcr den Besuch von Astrid wollte ich das Schiff, diesmal technisch, auf Vordermann bringen. Niveaukontrolle und allgemeiner Parkdienst war wieder an der Reihe. Auch hielt ich mit meinen Clubkollegen des CCS Schweiz einen Schwatz, welche mir der Rolling Swiss f\u00fcr eine Nacht im Wasahafen ausharrten. Den Rest des Tages schlenderte ich bei sonnigem, aber windigen Wetter durch Stockholm.<\/p>\n<p>Bereits bei der Ankunft habe ich den jungen Hafenmeister nach Gas in EU Flaschen angefragt. Nicht lieferbar. Als gestern der Gaslieferant vorgefahren ist, habe ich diesem in Anwesenheit des \u00e4lteren Hafenmeisters die selbe Frage gestellt. Heute morgen habe ich die neu aufgef\u00fcllte Flasche in Empfang nehmen k\u00f6nnen. -&gt; Geht nichts \u00fcber die jungen, arbeitswilligen, eifrigen, schwedischen Hafenmeister :-). Anschliessend marschierte ich zum Bahnhof. Endlich konnte ich Astrid wieder begr\u00fcssen. Den Weg zum Schiff legten wir zu Fuss zur\u00fcck, damit wir gen\u00fcgend Zeit hatten, uns gegenseitig die vergangenen Geschehnisse zu berichten. Haben wir uns doch vier Wochen nicht gesehen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC02594.jpg\" rel=\"prettyPhoto[1]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1269\" title=\"MS Sydney in den Sch\u00e4ren bei Stockholm\" src=\"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC02594-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Als Abschluss dieser Woche und zur Begr\u00fcssung von Astrid wollten wir eigentlich in einer Ankerbucht \u00fcbernachten. Nach einer tollen Ausfahrt aus Stockholm sind wir an den f\u00fcr Astrid ersten Sch\u00e4reninseln vorbei gefahren. Eine dank dem tollen Wetter einmalige Stimmung hat uns begleitet. Ankerplatz voraus &#8211; nach einer etwas chaotischen Anker\u00fcbung hat der Anker nach dem dritten Versuch das Schiff sicher gehalten. Dachten wir jedenfalls.<\/p>\n<p>Halb schlafend in der Sonne liegend \u00fcberraschte uns ein Aesteknacken und wir merkten, dass unser Heckanker trotz allen Bem\u00fchungen nicht h\u00e4lt. Wir entschliessen uns in den n\u00e4chsten Hafen zu fahren. Trotz freundlicher, charmanter Anfrage durch Astrid wurde uns von zwei schwedischen Schiffern nicht erlaubt, im Packet zu liegen. (Danke Jungs &#8211; echt nett.) Also, was tun. Wir fahren zur\u00fcck nach Stockholm und finden diesmal im Navishamnen den letzten Liegeplatz. Es war nicht unser Tag , aber trotzallem eine wundersch\u00f6ne Bootstour.<\/p>\n<p><strong>Woche 4<\/strong><br \/>\nAuf Grund der gestrigen Platzprobleme sind wir heute wieder zeitig weggefahren. Raus aus Stockholm durch die Sch\u00e4reninseln, teils enge Wasserstrassen aber auch offenes Meer sind wir bei st\u00fcrmischem Regen nach Dalar\u00f6 gefahren. Vor einem Jahr habe ich in diesem Hafen schon meine Segelk\u00fcnste ausprobiert. Damals aber bei sch\u00f6nstem Sommerwetter.<\/p>\n<p>Am Dienstag sind wir bei starkem Regen aufgewacht und sind wieder fr\u00fch losgefahren. Schon bald hat uns auch die Sonne, jedenfalls teilweise, begleitet. Wir haben auf Grund des Wetters die Schlechtwetter Route ausgew\u00e4hlt, weil diese durch wirklich enge Gassen im Sch\u00e4rengewirr f\u00fchrt. Auch sind wir auf einmal durch ein milit\u00e4risches Sperrgebiet gefahren. Die grossen, schwedischen Hinweisschilder sahen ja eindrucksvoll aus, aber f\u00fcr uns Nichtschweden leider wieder einmal nicht verst\u00e4ndlich. Wir waren beide froh, als wir aus dem Sperrgebiet ausgefahren sind. (Im wahren Sinn des Wortes: Wer geht schon gern hinter schwedische Gardinen :-)). Nicht schlecht habe ich gestaunt, als wir im Hafen Nyn\u00e4shamn angekommen sind und das B\u00fcro des Hafenmeisters suchten. &#8222;Hier war ich schon einmal im letzten Jahr&#8220; sagte ich zu Astrid und wir konnten von den vorhandenen Ortskenntnissen beim Einkauf profitieren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC02667.jpg\" rel=\"prettyPhoto[1]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1272\" title=\"Rettungs\u00fcbung mittels Helikopter\" src=\"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC02667-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Da ja vorallem Astrid in den Ferien ist, haben wir uns entschlossen einen Ferientag einzulegen und in Nyn\u00e4shamn zu bleiben. Es hat sich definitiv gelohnt. Nach dem Ausschlafen war eine Stadtbesichtigung angesagt. Wir haben einen ausf\u00fchrlichen Marsch vorbei an den Docks der F\u00e4hren, welche unter anderem nach Polen und Lettland fahren, gemacht. Den verdienten Mittagsschlaf liessen wir auf Grund des erh\u00f6hten Flugverkehrs ausfallen :-). Konnten wir doch neben der Landung und Start eines Wasserflugzeuges auch die Rettung (zum Gl\u00fcck nur eine Uebung) Schiffbr\u00fcchiger mittels Helikopter beobachten.<\/p>\n<p>Am Nachmittag machten wir eine Wanderung durch ein Naturschutzgebiet entlang dem Meer. Jedoch wurden wir immer wieder an unsere Berge erinnert. Eine wirklich lohnenswerte Gegend.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC02709.jpg\" rel=\"prettyPhoto[1]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1270\" title=\"Verabschiedung von Schweden\" src=\"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/DSC02709-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Am Donnerstag sind wir bereits um 6.15 Uhr losgefahren. Bei sch\u00f6nstem, aber windigen Wetter sind wir durch die s\u00fcdlichen Sch\u00e4ren Stockholms gefahren. Diese sind meist unbewaldet und machen einen eher kargen Eindruck. Kurz vor Mittag sind wir in Trosa eingefahren, wo wir am Nachmittag sogar im Badekleid die Sonne geniessen konnten. Am Abend schlenderten wir durch eine Oldtimer Autoausstellung. Ein wirklicher Sommertag. Bei bedecktem, aber noch trockenen Wetter sind wir wieder fr\u00fch in See gestochen. Tagesziel, f\u00fcr mich das zweite mal, war S\u00f6dert\u00e4lje. Dort wollten wir das Schiff f\u00fcr meinen Abstecher nach Hause eine Woche stehen lassen. Astrids Ferien sind leider schon wieder vorbei. Aber diesmal liess ich sie nicht alleine nach Hause reisen. Sie hat sich geb\u00fchrend von Schweden (Bild) verabschiedet. Sie wird mich erst wieder besuchen, wenn ich wieder in Binnengew\u00e4ssern fahre.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Woche 1 Am Sonntag lagen doch bereits \u00fcber 60 km auf dem Programm. Nachdem wir mittels Stromgenerator, der Hafen hatte keine Stromanschl\u00fcsse, war daf\u00fcr auch kostenlos, unseren Morgenkaffee genossen hatten sind wir bereits um 9.00 Uhr losgefahren. Auch hat sich in der Zwischenzeit die Front des schlechten Wetters und meiner Regenwetter-Stimmung (wollte ich doch am<\/p>\n<div class=\"more-link\">\n\t\t\t\t <a href=\"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/?p=657\" class=\"link-btn theme-btn\"><span>Weiterlesen <\/span> <i class=\"fa fa-caret-right\"><\/i><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1254,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[37],"tags":[],"class_list":["post-657","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-schwedentoern-2007"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/657","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=657"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/657\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3609,"href":"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/657\/revisions\/3609"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1254"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=657"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=657"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ms-sydney.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=657"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}